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Phillip Benckendorf (l.) ist neuer Vorsitzender des Industrie- und Wirtschaftsvereins für Peine und Umgebung. Er übernahm das Amt von Stefan Honrath (r.). Quelle: Ralf Büchler

10. Juni 2025 |

Ungefähre Lesedauer: 3 Minuten

Peine: Industrie- und Wirtschaftsverein hat neuen Vorsitzenden

Philipp Benckendorf hat Stefan Honrath an der Spitze des Industrie- und Wirtschaftsvereins für Peine und Umgebung abgelöst. Doch ging es am Tag der Amtsübergabe auch um Potenziale auf dem Arbeitsmarkt.

Vier Jahre lang hat Stefan Honrath als Vorsitzender die Geschicke des Industrie- und Wirtschaftsvereins für Peine und Umgebung gelenkt. Satzungsgemäß konnte er kein weiteres Mal für das Amt kandidieren – jetzt übernahm Phillip Benckendorf die Nachfolge. Honrath bleibt allerdings im Vorstand: Er wurde von den Mitgliedern des Vereins zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Im weiteren Verlauf ging es zudem um Potenziale auf dem Arbeitsmarkt.

Einstimmig gewählt wurden außerdem Carolin Dolle als Schatzmeisterin sowie Wolfgang Christmann, Dr. Franziska Gromadecki, Armin Fieber und Sören Stolte zu Beisitzenden. Benckendorf, der 2015 seine erste Veranstaltung des Industrie- und Wirtschaftsvereins besucht hat, dankte Honrath für dessen „unermüdliche Arbeit für die Gemeinschaft und den Verein“.

„Menschen unter dem Radar“ für den Arbeitsmarkt

Evelyne Beger von der Agentur für Arbeit Hildesheim und Mike Maczollek von der Berufsbildungs- und Beschäftigungsgesellschaft Landkreis Peine (BBg) informierten zu dem Thema „Neue Potenziale für den Arbeitsmarkt – Menschen, die nicht auf dem Radar sind“.

Seit drei Jahren fehle das wirtschaftliche Wachstum in Deutschland und somit auch in der Region, hießt es. Es gebe bundesweit 1,4 Millionen offene Stellen, Fachkräfte seien Mangelware. Zudem werde die Zahl der Menschen ohne Schul- und Ausbildungsabschluss größer, viele Leute würden in den kommenden Jahren in den Ruhestand gehen.

„Oft werden Menschen mit Handicap auf dem Arbeitsmarkt übersehen. Diese Potenziale sind dabei nicht auf dem Radar vieler verantwortlicher Arbeitgeber“, erläuterte Beger den Gästen beim Industrie- und Wirtschaftsverein. Während rund 80 Prozent einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit nachgehen würden, liege der Anteil bei den Menschen mit Schwerbehinderung bei etwa 51,4 Prozent – laut Statistischem Bundesamt.

Unter anderem würden die betroffenen Menschen im verarbeitenden Gewerbe, der öffentlichen Verwaltung oder im Gesundheits- und Pflegesektor arbeiten. Häufig gebe es Vorbehalte und fehlende Kenntnis zu Fördermöglichkeiten seitens der Arbeitgeber.

„Die Agentur für Arbeit steht für die Beratung, Vermittlung und berufliche Weiterbildung gern zur Verfügung“, machte Beger deutlich. Eingliederungszuschüsse für Schwerbehinderte, Probebeschäftigung bis zu drei Monaten sowie Arbeitshilfen für Behinderte seien möglich.

Durch Tests Stärken erkennen

Für den Landkreis Peine stellte Mike Maczollek die Arbeit der BBg vor. Ein Schwerpunkt sei die Arbeit mit der Jugend- und Berufsentwicklung, erklärte er. Es gelte, möglichst bereits in den Schulen junge Menschen aufzufangen und mit geeigneten Angeboten weiterzuentwickeln.

Es könne vorkommen, dass Jugendliche fehlende oder mangelhafte Orientierung sowie Tagesstruktur hätten. Durch gemeinsame Tests könnten Stärken und Chancen erkannt werden. So sollen auf diesem Wege sozialversicherungspflichtige Stellen in den Bereichen Einzelhandel, Lager und Logistik, Friseurhandwerk und Pflege besetzt werden.

Maczollek gab Informationen zu Ausbildungsleistungen mit entsprechenden Zuschüssen und dem Ziel von Übernahmen nach erfolgreicher Ausbildung. Aktuell würden rund 80 Prozent die berufliche Übernahme nach der erfolgreichen Ausbildung erreichen, sagte Maczollek. Für Arbeitgeber bleibe wichtig, offene Stellen der Agentur für Arbeit zu melden und eine Beratung anzufordern.

10. Juni 2025 |

Ungefähre Lesedauer: 3 Minuten

Peine: Industrie- und Wirtschaftsverein hat neuen Vorsitzenden

Philipp Benckendorf hat Stefan Honrath an der Spitze des Industrie- und Wirtschaftsvereins für Peine und Umgebung abgelöst. Doch ging es am Tag der Amtsübergabe auch um Potenziale auf dem Arbeitsmarkt.

Vier Jahre lang hat Stefan Honrath als Vorsitzender die Geschicke des Industrie- und Wirtschaftsvereins für Peine und Umgebung gelenkt. Satzungsgemäß konnte er kein weiteres Mal für das Amt kandidieren – jetzt übernahm Phillip Benckendorf die Nachfolge. Honrath bleibt allerdings im Vorstand: Er wurde von den Mitgliedern des Vereins zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Im weiteren Verlauf ging es zudem um Potenziale auf dem Arbeitsmarkt.

Einstimmig gewählt wurden außerdem Carolin Dolle als Schatzmeisterin sowie Wolfgang Christmann, Dr. Franziska Gromadecki, Armin Fieber und Sören Stolte zu Beisitzenden. Benckendorf, der 2015 seine erste Veranstaltung des Industrie- und Wirtschaftsvereins besucht hat, dankte Honrath für dessen „unermüdliche Arbeit für die Gemeinschaft und den Verein“.

„Menschen unter dem Radar“ für den Arbeitsmarkt

Evelyne Beger von der Agentur für Arbeit Hildesheim und Mike Maczollek von der Berufsbildungs- und Beschäftigungsgesellschaft Landkreis Peine (BBg) informierten zu dem Thema „Neue Potenziale für den Arbeitsmarkt – Menschen, die nicht auf dem Radar sind“.

Seit drei Jahren fehle das wirtschaftliche Wachstum in Deutschland und somit auch in der Region, hießt es. Es gebe bundesweit 1,4 Millionen offene Stellen, Fachkräfte seien Mangelware. Zudem werde die Zahl der Menschen ohne Schul- und Ausbildungsabschluss größer, viele Leute würden in den kommenden Jahren in den Ruhestand gehen.

„Oft werden Menschen mit Handicap auf dem Arbeitsmarkt übersehen. Diese Potenziale sind dabei nicht auf dem Radar vieler verantwortlicher Arbeitgeber“, erläuterte Beger den Gästen beim Industrie- und Wirtschaftsverein. Während rund 80 Prozent einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit nachgehen würden, liege der Anteil bei den Menschen mit Schwerbehinderung bei etwa 51,4 Prozent – laut Statistischem Bundesamt.

Unter anderem würden die betroffenen Menschen im verarbeitenden Gewerbe, der öffentlichen Verwaltung oder im Gesundheits- und Pflegesektor arbeiten. Häufig gebe es Vorbehalte und fehlende Kenntnis zu Fördermöglichkeiten seitens der Arbeitgeber.

„Die Agentur für Arbeit steht für die Beratung, Vermittlung und berufliche Weiterbildung gern zur Verfügung“, machte Beger deutlich. Eingliederungszuschüsse für Schwerbehinderte, Probebeschäftigung bis zu drei Monaten sowie Arbeitshilfen für Behinderte seien möglich.

Durch Tests Stärken erkennen

Für den Landkreis Peine stellte Mike Maczollek die Arbeit der BBg vor. Ein Schwerpunkt sei die Arbeit mit der Jugend- und Berufsentwicklung, erklärte er. Es gelte, möglichst bereits in den Schulen junge Menschen aufzufangen und mit geeigneten Angeboten weiterzuentwickeln.

Es könne vorkommen, dass Jugendliche fehlende oder mangelhafte Orientierung sowie Tagesstruktur hätten. Durch gemeinsame Tests könnten Stärken und Chancen erkannt werden. So sollen auf diesem Wege sozialversicherungspflichtige Stellen in den Bereichen Einzelhandel, Lager und Logistik, Friseurhandwerk und Pflege besetzt werden.

Maczollek gab Informationen zu Ausbildungsleistungen mit entsprechenden Zuschüssen und dem Ziel von Übernahmen nach erfolgreicher Ausbildung. Aktuell würden rund 80 Prozent die berufliche Übernahme nach der erfolgreichen Ausbildung erreichen, sagte Maczollek. Für Arbeitgeber bleibe wichtig, offene Stellen der Agentur für Arbeit zu melden und eine Beratung anzufordern.